Kirchgeld

„Das freiwillige Kirchgeld soll viele Angebote retten“,
so war zuletzt in den Kieler Nachrichten zu lesen. Im gesamten Kirchenkreis Kiel werden in den nächsten Wochen, bei uns Anfang April, Briefe verschickt, in denen die Gemeinden um ein freiwilliges Kirchgeld bitten.
„Typisch Kirche“ werden einige sagen, „die wollen immer nur Geld haben, obwohl sie so reich sind“. Ja es stimmt, wir sind reich an Menschen, die sich in unseren Gemeinde engagieren, die ihre Zeit und Energie aufbringen, um für andere da zu sein. Reich sind wir auch an Menschen, die jeden Monat mit der Kirchensteuer ihren finanziellen Beitrag am Bestehen der Kirche leisten. Sie zahlen 9% von der Einkommensteuer. Diesen Menschen danken wir, weil sie trotz steigender finanzieller Belastungen ihrer Kirche die Treue halten.
Aber die Gelder reichen nicht mehr aus, um den gegenwärtigen Stand zu erhalten. Das hat seinen Grund nicht darin, dass wir in der Kirche unvorsichtig mit dem Geld umgegangen sind.
Die gegenwärtige Finanzkrise der Kirche wird vielmehr hauptsächlich durch die Steuerreform verursacht. In den letzten beiden Jahren sind die Kirchensteuerzuweisung jeweils um ca. 25% abgesackt, ein Tatbestand, der nicht mehr einfach aufzufangen ist, wenn sich die kirchliche Arbeit nicht fundamental verändern soll.
Ein Beispiel soll diesen Tatbestand verdeutlichen: Nach der Splittingtabelle mussten 1999 für 29.955 DM zu versteuerndes Einkommen 167,93 DM (85,86 €) Kirchensteuer abgeführt werden. 2004 beträgt die Kirchensteuer des gleichen zu versteuernden Betrages 0,00 €. Bei 44.460 € Einkommen ist der Kirchensteuerbetrag 168 € = 21% niedriger. Diese Struktur zieht sich durch das gesamte Steuertarifrecht.
Wir wollen mit dem freiwilligen Kirchgeld alle die ansprechen, die Wert auf den Erhalt unserer kirchlichen Arbeit legen. Insbesondere bitten wir die, die keine Kirchensteuer mehr zahlen, unsere Gemeindearbeit zu unterstützen.
Alle Arbeitsbereich sind bedroht, wir halten aber vor allem die Arbeit mit den Jüngsten für unverzichtbar und so wollen wir die Einnahmen aus dem freiwilligen Kirchgeld vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit verwenden und die Qualität unserer Angebote so nachhaltig sichern.
So hoffen wir, dass Sie wohlwollend die Post prüfen, die wir Ihnen Anfang April schicken werden und sich vielleicht auch für eine regelmäßige freiwillige Spende entscheiden.

(Teile des Artikels stammen von www.kirche-suchsdorf.de)

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